Montag, 25. April 2016

Koblenz - Meine Heimat

Das ist wohl eins der beliebtesten Motive unserer Stadt - aufgenommen oben von unserer Festung Ehrenbreitstein. Mit Blick auf das Deutsche Eck mit dem Kaiser Wilhelm auf seinem Pferd (man mag über die Wiederauferstehung vom Kaiser - er wurde ja im zweiten Weltkrieg vom Sockel geschossen und in den 90-ern wieder drauf gestellt - denken wie man will. Es sieht imposant aus).

Von dort oben hat man einen gigantischen Blick auf unsere Stadt Koblenz, die einzige Stadt an Rhein und Mosel. Denn hier am Deutschen Eck fließt die Mosel in den Rhein. Dahinter sehen wir unsere älteste Brücke, die Balduin-Brücke

Im Sommer trifft sich am Deutschen Eck die Welt, genau wie auf der Festung Ehrenbreitstein. Dort war jahrelang weniger los. Aber dank BUGA und einer Seilbahn, die vom Deutschen Eck über den Rhein nach oben auf die Festung führt, kommen nun jährlich tausende Besucher auch nach oben. Und wir Koblenzer lieben ebenfalls unsere Seilbahn, die uns ganz neue Perspektiven über unsere Stadt schenkt und uns zu den unglaublich schönen Festivals und Veranstaltungen oben auf dem Gelände bringt.





Hier ein Blick in einen Teil des Schlosshofs auf der Festung Ehrenbreitstein.









Eine der vielen Tunnel auf der Festung, die, wenn sie im Dunkeln angestrahlt werden, ihre Schönheit so richtig zur Geltung bringen.

Daher liebe ich ganz besonders die vielen Festivals dort oben, die meistens abends statt finden oder bis in die späten Stunden dauern.

Zurück unten in der Stadt mag ich ganz besonders unsere malerische Altstadt.


Hier ein Blick von der Mosel zum Peter-Altmeier-Ufer. Im Hintergrund kann man noch die Festung sehen.

Am Ufer legen im Sommer zig Urlaubs-Schiffe an und die Touristen beleben unsere Stadt. Dann sind wir Koblenzer ganz besonders stolz, wenn die Welt zu uns kommt, weil es hier so schön ist. :-)



In der Altstadt kann man herrlich durch enge Gassen mit außergewöhnlichen Geschäften und einladenden Cafés mit Blick auf historische Gebäude schlendern. Unbedingt anschauen sollte man sich das Kunst-Gäßchen, das am Münzplatz ist. Winzig klein, aber dort gibt es noch ganz altes Koblenz in Form einer Mauer zu sehen.

Dann lässt man sich am besten weiter durch die Mehl- und Gemüsegasse treiben, die direkt hinter dem Kunst-Gäßchen kommen.Über den Plan gelangt man zum Entenpfuhl. Dort reiht sich ein Bekleidungsgeschäft ans nächste - aber eher für die pralleren Geldbeutel.

Weiter über den den Jesuitenplatz mit Blick auf unser schönes Rathaus, das zum Weihnachtsmarkt jährlich die Adventstürchen in die Fenster integriert. Auf dem Platz sollte jeder etwas verweilen (nicht nur, da es dort leckeres Eis gibt....). Die Jesuitenkirche, mit ihrem großen Rosettenfenster hat links vor dem Eingang ein Glockenspiel, welches stündlich in der Zeit zwischen 10 und 22 Uhr eine andere Melodie spielt (die auch noch den unterschiedlichen Jahreszeiten angepasst wird).

Rechts davon muss man durch die Torbogen des Rathauses durchgehen (jawohl, das ist Pflicht!). Direkt dahinter auf der rechten Seite steht unser Wahrzeichen, der Schängel. Er ist auch Namensgeber für alle Koblenzer Einwohner. Wer hier geboren ist, nennt sich stolz Schängel.

Die Namensgebung kommt übrigens aus der Zeit des Krieges, als die Franzosen die Stadt belagerten. Zu der Zeit war es knapp an Männern, die ja selbst alle in den Krieg gezogen waren. Es kam, wie es kommen musste. Die Franzosen kümmerten sich so rührend um die einsamen Koblenzerinnen, dass daraus jede Menge Nachkommen entstanden. Der klassische Name der Franzosen war wohl zu seiner Zeit "Jean". Der Koblenzer an und für sich war aber des Französischen nicht so mächtig und machte daraus "dä Schang" (der Schang). Und so bekamen die völkervereinenden Kinderchen den Namen "Schängelsche". Und daraus wurde der Schängel.


Das ist der kleine Bub (der natürlich auch stellvertretend für die weiblichen Schängelscher steht).

Touristen werden gerne vor den kleinen Lausbuben gestellt. Nicht, weil man ihn von dort besser sieht, sondern weil der Bängel immer mal wieder weit spuckt - unsere eigene Art, die Touristen willkommen zu heißen. ;-)


Weiter geht es aber vom Jesuitenplatz aus, Richtung Rhein durch die Firmungsstraße, auf der sich ein schönes, altes Haus neben das andere reiht. Schaut ruhig mal zwischendurch nach oben. Dort ist auch noch so manch schöner Dachgiebel zu entdecken.

Etwas weiter folgt schon der nächste Platz - der Görresplatz mit seiner eindrucksvollen Historiensäule, auf der die Koblenzer Stadtgeschichte von den Römern bis heute zu sehen sind.

Geht man über den Platz, kommt man an den Deinhardtplatz mit unserem Theater, dass jeder unbedingt besuchen sollte. Es ist der einzige klassizistische Theaterbau am Mittelrhein, welcher erhalten werden konnte. Im Innern fühlt man sich ein wenig wie eine Prinzessin.....

Weiter hinten auf der linken Seite kann man auch schon unser traumhaftes Schloss erkennen.


Hier der dahinterliegende Schlossgarten, den jeder besichtigen kann. Von dort gelangt man auch direkt wieder an die Rheinanlagen. Dort kann man nach links Richtung Deutsches Eck gehen oder man schaut sich noch die wunderschönen Kaiserin-Augusta-Anlagen bis zum Oberwerth an.

Vorbei am historischen Weindorf - welches extra für die Weinausstellung 1925 aufgebaut wurde. Dort gibt es auch den kleinsten Weinberg zu entdecken.




Das ist das monumentale Kaisern-Augusta-Denkmal (übrigens schaue ich von unserer Wohnung gegenüber des Rheins direkt auf die gute, alte Kaiserin mit ihren einladenden Grünflächen. Schöner kann man gar nicht wohnen, finde ich).

Die Gartenanlagen wurden von niemand Geringerem als Peter-Josef Lenné (Sanssouci, Pfaueninsel, usw.) im Auftrag der Kaiserin angelegt. Hat er gut gemacht. ;-)

Den grönenden Abschluß bildet der Schwanenteich, ein ehemaliger Rheinarm, auf dem sich die Schwäne tümmeln und man herrlich auf einer Bank direkt am Wasser entspannen kann. Dahinter bekommt man auch noch einen tollen Blick auf die historische Koblenzer Villengegend geschenkt.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt, was es hier so alles zu sehen gibt. Ich liebe meine Heimatstadt, denn ja, ich bin ein waschechter Schängel - und das ist gut so! :-)

Herzliche Schängel-Grüße von eurer

Miss Petticoat





1 Kommentar:

  1. Schängel Grüße zurück! Schön, einen Blogpost über Koblenz zu lesen. Ich blogge auch viel über Koblenz, aber aus Kinder/Familiensicht. Wenn du magst, würde ich mich freuen, wenn du mal reinklickst: http://kindinkoblenz.com Viele Grüße, Anja

    AntwortenLöschen